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Methode

Craniosacrale Körperarbeit ist eine ganzheitliche, sehr subtil arbeitende Methode. Die Behandlung erfolgt über sanfte, achtsame und respektvolle Berührungen am bekleideten Körper. Über das CranioSacrale System kann die hohe Selbstregulierungskraft des Bindegewebes, des Muskel-Skelettsystem, des Herz-Kreislauf-, Hormon- und Stressverarbeitungssystems beeinflusst werden. Die CranioSacrale Körperarbeit unterstützt die körpereigenen Kräfte und den inneren Heilungsplan.

Craniosacrale Körperarbeit eignet sich für Menschen jeden Alters (vom Neugeborenen bis hin zum betagten Menschen).

Sie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie und wurde in den vergangenen Jahren in verschiedene Richtungen weiterentwickelt.

CranioSacrale Körperarbeit wird in Österreich unter verschiedenen Namen angeboten:

  • CranioSacral Therapie - CST
  • CranioSacrale Biodynamik - CSB
  • CranioSacrale Impulsregulation - CSIR
  • CranioSacrale Berührung - CSB
  • CranioSacrales Balancing - CSB
Nicht den Kranken zu heilen ist die Pflicht des Maschinisten, sondern einen Teil des ganzen Systems so anzupassen, dass die Lebensflüsse fließen und die ausgetrockneten Felder bewässern können.
Andrew Taylor Still

Wirkung

Die Craniosacrale Körperarbeit wirkt auf viele Körpersysteme ausgleichend:
  • Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke)
  • Nervensystem: Gehirn, Rückenmark, Nerven, Vegetativum
  • Herz-Kreislaufsystem
  • Verdauungssystem
  • Uro-Genitalsystem (Niere, Blase, Geschlechtsorgane)
  • Hormon- und Immunsystem
Sie unterstützt die körpereigenen Regulations- und Regenerationskräfte auf dem Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden.

Anwendung

Wobei kann CranioSacrale Körperarbeit hilfreich sein?

In Gesundheitsvorsorge und Pflege

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Folgen von chronischem Stress: Erschöpfung, Depressionen, Schlafprobleme, Burnout
  • Sinusitis und Tinnitus
  • Verdauungsbeschwerden
  • Zahn-, Mund und Kiefererkrankungen, Kieferorthopädie
  • Nach Krankheit oder Unfällen
  • Kinderwunsch, Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung
  • Koliken, Schreibabies
  • Chronische Schmerzzuständen

In Gesundheitsvorsorge und Pflege

  • Prävention - Vorbeugung von Erkrankungen
  • Neigung zu Infekten
  • Konzentrations- und Lernschwäche, Entwicklungsverzögerung
  • Begleitung in Lebenskrisen
  • Hospiz, Palliative Care

Behandlung

Eine Craniositzung findet im Allgemeinen im Liegen auf einer Behandlungsliege statt. Mittels sanfter Berührungen am zumeist bekleideten Körper kann ein tiefer Entspannungszustand eintreten, und das Craniosacrale System sich ausbalancieren. Falls angebracht, kann ein begleitendes Gespräch den Heilungsprozess zusätzlich fördern.
Behandlung - Wie verläuft eine Therapiesitzung?
  • In der ersten Therapiesitzung schafft ein Gespräch über das Anliegen der KlientIn Klarheit und bietet die Möglichkeit, sich gegenseitig zu informieren und in Kontakt zu kommen
  • Eine Behandlung dauert in der Regel 1 Stunde bei Kindern und älteren Menschen kann sie kürzer sein
  • In bequemer Kleidung liegt die KlientIn liegt auf einer Massageliege, auch im Sitzen oder in Bewegung kann behandelt werden
  • Die TherapeutIn berührt behutsam den Körper und verweilt eine Weile ruhig dort
  • Die Therapie findet zumeist in Stille statt, kann bei Bedarf auch verbal begleitet werden
  • Die Sitzungen sind auf die Gesundheit und die Selbstheilungskräfte ausgerichtet
  • Die Anzahl und Häufigkeit der Behandlungen orientiert sich am Heilungsprozess

Behandlungskosten

Die Preise für eine Behandlungseinheit "CranioSacrale Körperarbeit" liegen in Österreich zwischen 60,00 - 100,00 €

Diese Kosten werden von den gesetzlichen Pflichtkrankenkassen derzeit nicht übernommen. Manche Zusatzversicherungen erstatten die Kosten oder zahlen einen Zuschuss. Bitte erkundigen Sie sich im Vorhinein bei Ihrer Versicherung.

Geschichte

Die Craniosacrale Körperarbeit hat ihre Wurzeln in der Osteopathie (osteon gr.:Knochen und pathos gr.: Leiden), die Ende des 19. Jahrhunderts von Andrew Taylor Still begründet wurde.

Sie wurde von William Garner Sutherland zur «Cranialen Osteopathie» weiterentwickelt. Sutherland entdeckte, dass es neben dem Herz- und Atemrhythmus noch einen weiteren körpereigenen Rhythmus gab, den er CranioSacraler Rhythmus nannte. Er ging davon aus, dass hinter den rhythmischen Bewegungen der Gehirnflüssigkeit eine Kraft ist, die diese Bewegungen in Gang setzt. Diese Kraft nannte er Primäre Atmung oder Lebensatem - der Zündfunke, der das System in Gang bringt.

Sutherland fand heraus, dass sich die Schädelknochen zueinander wie „Gelenke“ bewegten. Wo diese Beweglichkeit eingeschränkt war, konnten Symptome, Schmerzen entstehen. Wurde die Beweglichkeit wiederhergestellt, verschwanden häufig die Beschwerden.

Der Begriff CranioSacral Therapie wurde in den 1970er Jahren vom amerikanischen Arzt und Osteopathen John E. Upledger geprägt (cranium lat.: der Schädel, sacrum lat.: das Kreuzbein). Er beschrieb erstmals das CranioSacrale System, die bindegewebigen und flüssigen Hüllen des Gehirn und Rückenmarks (Hirn- und Rückenmarkshäute, Liquor) und entwickelte eine Methode zur dessen Befundung und Behandlung. Neben seinen Lehrbüchern trug das Buch „Auf den inneren Arzt hören“, maßgeblich zur Verbreitung der Craniosacralen Körperarbeit bei.

Neben dem Atem- und Herzrhythmus gibt es im menschlichen Körper weitere Rhythmen, die den gesamten Körper und die Entwicklung und Funktionsfähigkeit des Menschen beeinflussen.

Dieser Aspekte wurde von Franklyn Sills aufgenommen und weiterentwickelt. Der CranioSacrale Rhythmus - Lebensatem drückt sich im gesamten Körper aus und ist über das Nervensystem, welches alle Körperfunktionen reguliert, mit allen Körpersystemen verbunden.

Diese Kosten werden von den gesetzlichen Pflichtkrankenkassen derzeit nicht übernommen.

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